Armin Thalhofer

Heidenau K60 Scout

Nach mehr als 12.000 km ist es zum ersten mal auf der Reise an der Zeit die Reifen zu wechseln. Als Erstausrüstung entschied ich mich vor der Reise nach langen Recherchen für den Heidenau K60 Scout. Mit ausschlaggebend war für mich vor allem die immer wieder erwähnte hohe Laufleistung.

Durch die Tatsache, dass ich bisher keinerlei Erfahrung mit einem mehr oder weniger grobstelligen Reifen hatte, war ich natürlich gespannt, wie ich mit diesem klar komme und wie sich meine Dicke damit auf Asphalt, wie auch auf Schotter/Sand/Matsch verhält. Bereits bei meiner Reise auf dem Rücken des Apennin Richtung Süden war ich begeistert, wie dieser sowohl mit Grip wie auch mit Stabilität überzeugte. Kein schwammiges Fahrgefühl, keine Instabilität, weder in Schräglage noch beim Bremsen und das trotz des hohen Gesamtgewichts meines Mopeds und den damals noch vorherrschenden Temperaturen, meist im einstelligen Bereich. Auch im weiteren Verlauf entpuppte sich der Reifen als gutmütig und zuverlässig. Obwohl das Profil am Anfang doch sehr schnell abgenommen hat, erwies sich der Reifen in seiner zweiten Lebenshälfte als ausgesprochener Dauerläufer. Sowohl auf Asphalt, wie auch auf Schotter mit etwas weniger Reifendruck hat er mich kein einziges mal im Stich gelassen. Trotz der teilweisen katastrophalen Straßenzustände mit manchmal PKW-großen Schlaglöchern mit harten Kanten und Schotterpisten mit spitzen und kantigen Felsen habe ich keinen einzigen Platten/Schaden zu verzeichnen. Lediglich bei den seit Äthiopien und Kenia vorherrschenden, teils extrem glitschigen roten Lehmpisten bei Regen, versagte der Hinterreifen zunehmend seinen Dienst, was sicher auch dem in der Mitte durchlaufendem Profilblock geschuldet ist.

Alles in allem ein hervorragender Reise-Allroundreifen, der insbesondere durch seine Laufleistung und Stabilität überzeugt und auf Asphalt sicher noch für weitere mind. 1.000 km gut gewesen wäre.

mehr als 12.000 km Laufleistung

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