Armin Thalhofer

Südamerika – Kontinent mit Startschwierigkeiten

(English text below)

Dubai war der Wahnsinn und nach mehr als fünf Monaten in Afrika für mich nur schwer zu ertragen. Nie im Leben zuvor hatte ich soviel überflüssigen Luxus und so gigantischen Protz erlebt wie diese beiden Tage, als ich auf dem Weg nach Buenos Aires einen Zwischenstopp dort eingelegt hatte.

Einen Direktflug von Kapstadt nach Buenos Aires gibt es überraschender Weise nicht. Die Alternativen mit Angola- oder South Afrika Airlines waren nicht wirklich attraktiv. Zwei Zwischenstopps mit jeweils mehreren Stunden nächtlichem Aufenthalt und eine Gesamtreisedauer von bis zu 34 Stunden ließen mich für Emirates entscheiden. Zudem hatte Emirates das günstigste Angebot und den angeblich besten Service on top. Auch war ich noch nie in den VAE und wäre einfach so auch mit Sicherheit niemals hin geflogen.

Dubai war extrem teuer, was ich schon nach meiner Ankunft im Hotel bemerkte, als ich ein Bier bestellte, für das ich dann unglaubliche 12 Euro zu zahlen hatte. Auch die zweitägige Stadtrundfahrt mit Red-Bus-Tours, für die ich in Kapstadt 36 Euro bezahlt hatte, kostete hier mit 80 Euro weit mehr als das Doppelte. Und Dubai hatte für mich nicht wirklich was zu bieten. Keine Kultur, keine richtige Altstadt, alles ist neu und gigantisch. Das wurde mir während der Rundfahrt an den beiden Tagen bewusst, auch weil neun von zehn Haltestellen jeweils an Mega-Shoppingmalls lagen, die überwiegend die bekannten Luxusmarken beherbergten. Selbst für eine Kugel Eis in der Waffel nehmen die rund 5 Euro…für mich haben die einen an der Waffel! Aber es gab unzählige Touristen, die mit ihren Gucci-/Prada- und Rolex-Einkaufstaschen durch die klimatisierten Malls oder die 40 Grad heiße Stadt flanierten.

Skyline Dubai
Burj Khalifa

Die Skyline mit ihren unzähligen Wolkenkratzern, insbesondere dem 828 Meter hohen Burj Khalifa, aktuell das höchste Gebäude der Welt, war aber dennoch durchaus beeindruckend. 

Der neue Dubai Creek Tower befindet sich seit letztem Jahr im Bau, soll nach seiner Fertigstellung zur EXPO 2020 die 1.000-Meter-Marke deutlich überschreiten und rund eine Milliarde USD kosten. Schneller, höher, weiter und vor allem luxuriöser als sonst wo auf der Welt.

Irgendwie erinnert das alles an den Turmbau zu Babel. Doch bekanntermaßen wachsen auch Bäume nicht in den Himmel…

Am 10. Oktober landete dann auch Marco in Buenos Aires. Ein Moment auf den ich mich seit meiner Abreise in KRU wahnsinnig gefreut habe. Knapp sechs Monate nun gemeinsam mit Sohnemann Südamerika auf zwei Mopeds zu erkunden ist für mich jetzt schon das absolute Highlight meiner ganzen Reise, egal was sonst noch alles kommen mag. Ich sehe das als ganz großes Geschenk meines Lebens…

Am Nachmittag noch bekamen wir seine GS, entgegen aller Unkenrufe, völlig problemlos aus dem Zoll. Die Mitarbeiter dort waren sehr freundlich und hilfsbereit und da Marco alle nötigen Papiere hatte, war das Moped zwei Stunden später aus der Kiste ausgepackt, zusammengebaut und auf der Straße.

die Kleine für den Großen ist gut angekommen

Im Gegensatz zu meiner Dicken. Obwohl ich diese bereits am ersten Oktober in Kapstadt abgegeben hatte, war sie  immer noch nicht in BA, sondern stand noch in Sao Paulo, weil scheinbar irgendwelche Papiere nicht passten. Die Lieferung sollte nun von Freitag auf Samstag Nacht erfolgen. Genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten und ich das Moped deswegen so früh in Kapstadt bei der Spedition abgegeben hatte. Wochenende und am Montag ein zusätzlicher Feiertag erhöhten die Lagergebühren bei rund 100 USD/Tag merklich. Als ich am Dienstag dann endlich vom Zoll bestätigt bekam, dass das Bike da ist, kam das nächste Problem auf. Ich hatte von meiner Spedition, trotz mehrfacher Nachfrage, nicht alle notwendigen Papiere bekommen. Die Kopie der Airway-Bill (AWB), die mir in Kapstadt ausgehändigt wurde reichte, entgegen der Aussagen des Sachbearbeiters von Econo Trans, dann doch nicht. Ich musste zu der örtlichen Frachtgesellschaft, die mir die Original-AWB dann für unglaubliche 205 USD übergaben. Zähneknirschend bezahlte ich und als dann der Angestellte von Econo Trans anrief und immer noch behauptete, diese sei nicht notwendig (nach dem Motto: die haben alle keine Ahnung in Buenos Aires) platze mir fast der Kragen. So eine Arroganz und Unverschämtheit habe ich noch nie erlebt!

Nachdem ich nun alle erforderlichen Unterlagen hatte, war der ganze Papierkram beim Zoll dann in wenigen Minuten erledigt, doch beim Öffnen der Kiste die nächste Überraschung: Im Tank waren zwei tiefe Kratzer und der linke vordere Blinker war abgerissen, was definitiv beim Verpacken des Bikes bei der Spedition passiert und anhand von Fotos nachvollziehbar ist. Grundsätzlich ein „verkraftbarer“ Schaden, sah meine Dicke nach 30.000 km meiner ersten Etappe wahrlich nicht mehr wie neu aus und ich hoffte auf eine kulante Lösung durch die Spedition. Deren Reaktion schlug aber nun dem Fass den Boden aus. Ich zitiere: „ …basierend auf dem Carnet-Wert hast du ZAR 3600 / US$250 gespart indem du keine Versicherung (die übrigens nur bei Totalverlust bezahlt hätte) abgeschlossen hast, und ich bin sicher, dass du deinen Blinker für weniger als das ersetzen kannst und trotzdem besser dran sein wirst.“ An Arroganz und Kundenunfreundlichkeit wohl kaum noch zu übertreffen! Und dazu noch eine Rechnung, die rund 10% über dem Angebot lag, obwohl ich einige Teile am Bike demontiert hatte um das Volumen gegenüber dem Angebot nochmals zu reduzieren. Für mich aufgrund der Summe der Ereignisse mein erstes und definitiv letztes Mal, einen Transport mit Econo Trans abzuwickeln!

Im Gegensatz zur Firma InTime aus Hamburg, mit der Marco seinen Transport abgewickelt hat. Hier hat alles gepasst. Die Rechnung entsprach dem Angebot, das Moped war rechtzeitig in BA und er hatte die Original AWB im Vorfeld bekommen. Auch war Olaf immer zu erreichen und äußerst hilfsbereit. Vielen Dank für den großartigen Support!

Das Wochenende, das wir gezwungener Maßen zusätzlich in BA verbringen mussten, war  auch in unserem Hostel bei Matias ereignisreich. Donnerstag Abend begann es für fast zwei Tage sinnflutartig zu regnen, so dass von Freitag bis Sonntag alles unter Wasser stand. Wir haben gemeinsam Sandbarrieren an allen Türen des Hauses angebracht, trotzdem mussten wir alle Möbel wegen dem eindringenden Wasser auf Zielgesteine stellen und Nachts war dann das ganze Haus ca. 5 cm unter Wasser, Garten und Straße glichen einem riesigen See.

provisorische Sandbarrieren basteln
Marco nutzte die Zeit um Gitarrenunterricht bei Matias zu nehmen
Start bei strömendem Regen…
…und matschigen Wegen gleich zu Beginn.

Eine Woche nach Ankunft starten wir dann endlich…bei strömendem Regen und nur 12/13 Grad. In zwei Tagesetappen wollten wir Montevideo, die Hauptstadt Uruguays erreichen. Dort waren wir von Jesus eingeladen, den wir an Marcos Geburtstag in einem Café in BA kennen gelernt hatten. Er begrüßte uns wie alte Freunde als wir am späten Nachmittag eintrafen, führte uns durch sein Haus und betonte immer wieder: „Mi casa es tu casa“…fühlt euch willkommen und bewegt euch völlig frei! Abends war seine ganze Familie da, er legte eine Menge feinstes Rindfleisch auf seinen Indoor-Grill, was hier als Asado bezeichnet wird.

Jesus zelebriert Asado
südamerikanische Art zu grillen
Familienfest
standesgemäß wurde geschnupft zum Abschied

Ein äußerst unterhaltsamer Abend und als die Jugend dann noch auf nächtliche Tour ging, sinnierten Jesus und ich über das Leben und die Welt, aufgrund mangelnder gemeinsamer Sprachkenntnisse mit Händen und Füßen und oftmals per Google-Translator…der modernen Technik sei Dank!

erstes Wildcampen am Meer in Uruguay

Eigentlich wollten wir dann von Montevideo aus nur eine  Schleife durch Uruguay drehen und dann zurück nach Argentinien, entschlossen uns dann aber auf der Strecke ganz spontan, den Weg weiter an der Küste entlang Richtung Norden zu nehmen und die Iguazu Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien/Argentinien/Paraguay zu besuchen. Ein weiter Weg, der sich allerdings lohnen sollte, nicht ohne jedoch weitere unangenehme Überraschungen bereit zu halten. Als wir von der Küste weg durch die Berge westwärst fuhren, war Marco plötzlich aus meinem Rückspiegel verschwunden. Nach kurzer Wartezeit drehte ich und sah ihn wenige Kilometer zurück am Straßenrand stehen, allerdings entgegen der Fahrtrichtung. Was war passiert? Er hatte sich am Vorderreifen eine Klammer eingefahren und durch den plötzlichen Luftverlust ist die voll beladene Fuhre ins Schlingern gekommen und ein Sturz war nicht zu vermeiden. Glücklicherweise war kein Verkehr auf der Strecke und es waren am Ende nur kleine Schürfwunden an Mensch und Material zu verzeichnen. Als der Schlauch geflickt war, gab dann mein Kompressor noch den Geist. 

bearbeiten der beschädigten Felge

Rad wieder ausgebaut zur nächsten Ortschaft um bei einer Reifenwerkstatt den notwendigen Montageluftdruck in den Reifen zu bekommen, wieder zurück, Rad eingebaut und dann bereits bei Dunkelheit auf den nächsten Campingplatz.

Als wir am nächsten morgen bei strahlendem Sonnenschein starten wollten, sprang die F nicht mehr an. Nach einiger Zeit hatten wir dann den Fehler gefunden. Wahrscheinlich durch den Sturz hat sich der Stecker des Start-Notaus-Schalters gelockert und am Ende ganz gelöst. Als wir dann gegen Mittag starteten währte die Freude nur kurz. Beim Tankstopp nach nur 50 km stellte ich fest, dass ich einen Nagel im hinteren Reifen stecken hatte…

der schafft den stärksten Reifen
erstes mal Reifen flicken nach mehr als 31.000 km

30.000 km auf meiner ersten Etappe ohne Platten und sonstige Probleme und nun innerhalb von zwei Tagen das volle Programm, dazu noch Regen, Hochwasser und der Ärger mit dem Transport meines Mopeds…nicht gerade der perfekte Start auf meinem zweiten Kontinent .

Die Iguazu-Wasserfälle entschädigten uns dafür für die letzten beiden Wochen.

Sie sind die größten Südamerikas und gehören als Weltnaturerbe der UNESCO zu den eindrucksvollsten Naturwundern der Erde.

In Paraguay legten wir auf dem Campingplatz „Pura Vida“ zwei Ruhetage ein. Der Platz gehört Alfred, einem Deutschen aus der Nähe von Eichstädt, der bereits 1993 nach Costa Rica ausgewandert ist und vor neun Jahren diesen traumhaften Platz am Stausee Lago del Rio Yguazu gekauft und kultiviert hat. Die Ruhe, das klare erfrischende Wasser des Sees und die Sonne waren wie Balsam auf unsere Seelen nach den ereignisreichen ersten beiden Wochen.

für uns das Paradies
Alfred fährt auch in Paraguay standesgemäß ne Harley

Mittlerweile  sind wir wieder in Argentinien und kämpfen hier vor allem mit dem unverständlichen Pfandsystem bei den Bierflaschen. Unterschiedlichste Größen und Farben der Flaschen (1000 ccm/975/645/500/470 ml/braun/grün/usw.) machen das Pfandsystem für uns unverständlich. Kaufen kannst Du ein Bier nur, wenn du die selbe Flasche vorher als Pfand abgegeben hast. Was aber bei der ersten Flasche??? Irgendwie gelang uns dann doch immer wieder Bier zu kaufen, wenn auch mit Hindernissen. So musste manchmal eine grüne Falsche zurückbleiben, da bei der Abgabe nur braune oder eine grüne ohne Pfandpflicht dabei war. Und von Supermarkt zu Supermarkt war die Vorgehensweise scheinbar unterschiedlich. Erklären konnten uns das System selbst die Einheimischen nicht wirklich. Und beim Bezahlen mit Kreditkarte wird manchmal der Pass verlang, manchmal aber auch nicht. Einmal bestand die Kassiererin dann auf meinen Pass, der jedoch in der Wohnung lag. Ich konnte sie nicht davon überzeugen, dass ich bereits über 18 Jahre bin und musste meine Einkäufe im Supermarkt zurück lassen. Wenn ein Land solche Probleme hat, wundert es mich nicht, dass es seit seiner Unabhängigkeit bereits acht Staatspleiten gab!

In Cordoba habe ich beim BMW-Händler meinen nächsten kleinen Service an der Dicken machen lassen, wir übernachteten in den Bergen westlich Cordobas auf 2.200 m bei eisigem Wind, fünf Grad und nächtlichem Gewitter, ein „Einstimmen“ auf die nächsten gut 3.000 km zum Ende der Welt…doch dazu später mehr…

Nachtlager in den Bergen westlich von Cordoba bei noch trockenem Wetter, aber eisigem Wind

Dubai was madness and after more than five months in Africa hard for me to bear. Never before in my life had I experienced so much superfluous luxury and such gigantic show-off as these two days, when I made a stopover on my way to Buenos Aires.

A direct flight from Cape Town to Buenos Aires is, to my surprise, not possible. The alternatives with Angola or South Africa Airlines were not really attractive. Two stopovers with several hours of waiting around at the airport and a total journey time of up to 34 hours let me decide for Emirates instead. In addition, Emirates had the cheapest offer and the supposedly best service on top. I’ve never been to the UAE and would never have flown there.

Dubai was extremely expensive, which I noticed after my arrival at the hotel when I ordered a beer for which I had to pay an incredible 12 Euro. Also the two-day city tour with Red-Bus-Tours, for which I had paid 36 Euro in Cape Town, did cost far more than twice as much with 80 Euro. And Dubai didn’t really have anything to offer for me. No culture, no real old town, everything is new and gigantic. I became aware of this during the round trip on both days, also because nine out of ten stops were located at mega shopping malls, which mainly housed the well-known luxury brands. Even for a scoop of ice cream in the waffle they take about 5 Euros…for me they have one on the waffle! But there were countless tourists strolling with their Gucci/Prada and Rolex shopping bags through the air-conditioned malls or the 40 degree hot city.

The skyline with its countless skyscrapers, especially the 828 meter high Burj Khalifa, currently the highest building in the world, was nevertheless quite impressive. 

The new Dubai Creek Tower has been under construction since last year and, once completed for EXPO 2020, is expected to significantly exceed the 1,000-meter mark and cost around 1 billion USD. Faster, higher, further and above all more luxurious than anywhere else in the world.

Somehow all this reminds one of the Tower of Babel. But as is well known, trees do not grow into the sky either…

On October 10th Marco landed in Buenos Aires. A moment I have been really looking forward to since my departure in KRU. Exploring South America on two mopeds together with my son for almost six months is already the absolute highlight of my whole trip, no matter what else may come. I see this as a great gift of my life…

In the afternoon we got his GS, against all prophecies of doom, completely problem-free out of customs. The staff there were very friendly and helpful and since Marco had all the necessary papers, the moped was unpacked two hours later from the box, assembled and on the road.

Unlike my fatty. Although I had already delivered her to Cape Town on the first of October, she was still not in BA. She was stuck in Sao Paulo, because apparently some papers were missing. The delivery should now take place from Friday to Saturday night. Exactly what we wanted to avoid and that’s why I left the moped so early in Cape Town at the forwarding agency. Weekend and on Monday an additional holiday increased the storage fees noticeably at about 100 USD/day. When I was finally confirmed by customs on Tuesday that the bike was there, the next problem arose. I had not received all the necessary papers from my forwarding agency, despite repeated requests. The copy of the Airway Bill (AWB), which was handed to me in Cape Town, was not enough, contrary to the statements of the clerk of Econo Trans. I had to go to the local freight company who gave me the original AWB for an incredible 205 USD. I paid grudgingly and when the employee of Econo Trans called and still claimed that it was not necessary (according to the motto: they all have no idea in Buenos Aires) I almost burst my collar. I have never experienced such arrogance and impudence!

After I now had all necessary documents, the whole paperwork was then settled with the customs in a few minutes, however, when opening the box the next surprise: In the tank were two deep scratches and the left front indicator was torn off, which must have happened during the packing of the bike at the forwarding agency and is comprehensible on the basis photos. Basically a “bearable” damage, after 30.000 km of my first stage my fatty really did not look brand new anymore and I hoped for a fair solution by the forwarding agency. Their reaction, however, was now to the bottom of the barrel. I quote: ” …based on the Carnet value you have saved ZAR 3600 / US$250 by not taking our insurance (which would only have paid for total loss, by the way), and I am sure that you can replace your turn signal for less than that and still be better off.”. Arrogance and unfriendliness can hardly be surpassed! And on top of that, an invoice that was about 10% higher than the offer, although I had dismantled some parts of the bike to reduce the volume compared to the offer. For me it was my first and definitely last time handling a transport with Econo Trans!

In contrast to the company InTime from Hamburg, with which Marco handled his transport. Everything went well here. The invoice corresponded to the offer, the moped was in BA on time and he had received the original AWB in advance. Many thanks for your great support Olaf!

The weekend, which we had to spend additionally in BA, was also eventful in the hostel of Matias. Thursday evening it started to rain for almost two days straight, so that from Friday to Sunday everything was under water. We put sand barriers at all doors of the house together, nevertheless we had to put all furniture on target stones because of the penetrating water and at night the whole house was then approx. 5 cm under water, garden and street resembled a gigantic lake.

One week after arrival we finally started…with pouring rain and only 12/13 degrees. In two daily stages we wanted to reach Montevideo, the capital of Uruguay. There we were invited by Jesus, whom we had met on Marcos birthday in a café in BA. He greeted us like old friends when we arrived in the late afternoon, led us through his house and emphasized again and again: “Mi casa es tu casa”…feel welcome and move completely free! In the evening his whole family was there, he put a lot of finest beef on his indoor grill, which is called Asado here.

An extremely entertaining evening and when the youth went on a nightly tour, Jesus and I pondered about life and the world, due to lack of common language skills with hands and feet and often by Google translator…thanks to modern technology…

Atually from Montevideo we only wanted to do a loop through Uruguay and then back to Argentina. Quite spontaneously though, we decided to follow the coast to the north, head to Brazil and visit the Iguazu waterfalls in the border triangle Brazil/Argentina/Paraguay. A long way, which should be worthwhile, but not without some more unpleasant surprises. As we drove westwards from the coast through the mountains, Marco had suddenly disappeared from my rearview mirror. After a short wait I turned around and saw him standing a few kilometres back at the roadside, but against the direction of travel. What had happened? He had a clamp in the front tyre and due to the sudden loss of air the fully loaded bike started to roll and a fall could not be avoided. Fortunately there was no traffic on the track and in the end there were only small abrasions on people and material. When the puncture was repaired, my compressor gave up. 

Wheel removed again to the next locality around with a tire workshop, the necessary assembly air pressure into the tire, wheel inserted and then already with darkness on the next camping site.

When we wanted to start the next morning in bright sunshine, the F didn’t start anymore. After some time we found the mistake. Probably due to the fall the plug of the start-stop switch loosened and finally came loose completely. When we started at noon the joy was short. At the gas station after only 50 km I noticed that I had a nail stuck in the rear tire…

30.000 km on my first stage without punctures and other problems and now within two days the full program, in addition lots of rain rain, high water and the anger with the transport of my moped…not exactly the perfect start on my second continent.

The Iguazu waterfalls compensated us for the last two weeks.

They are the largest in South America and are UNESCO World Heritage Sites, one of the most impressive natural wonders on earth.

In Paraguay we had two rest days on the camping site “Pura Vida”. The place belongs to Alfred, a German from Eichstädt, who emigrated to Costa Rica in 1993 and who bought and cultivated this wonderful place at the Lago del Rio Yguazu reservoir nine years ago. The peace, the clear refreshing water of the lake and the sun were like balm on our souls after the eventful first two weeks.

Meanwhile we are again in Argentina and fight here especially with the incomprehensible deposit system of beer bottles. Most different sizes and colors of the bottles (1 liter/975 ml/645 ml/500 ml/brown/green/etc.) make the deposit system for us incomprehensible. You can only buy a beer if you have previously deposited the same bottle. But what about the first bottle??? Somehow we managed to buy beer again and again, albeit with obstacles. So sometimes a green bottle had to remain behind, since we only deposited a brown bottle… And from supermarket to supermarket the procedure was apparently different. Even the locals could not really explain the system to us. And when paying by credit card, sometimes the passport is required, sometimes not. Once the cashier insisted on my passport, but it was in the apartment. I couldn’t convince her that I was over 18 years old and had to leave my purchases at the supermarket. If a country has such problems, I am not surprised that since independence almost 200 years ago there have been eight state bankruptcies!

In Cordoba I had my next small service done at the BMW dealer, we spent the night in the mountains west of the city at 2.200 m with icy wind, five degrees and nightly thunderstorm, a “tuning in” for the next 3.000 km to the end of the world…but more about that later…

Copyright © Armin Thalhofer

9 Kommentare

  1. Hallo Ihr Beiden!
    Das hört sich nach abenteuerlichen ersten Wochen zusammen an… Aber vermutlich wäre es euch ja sonst langweilig gewesen… . Jetzt habt ihr erst mal das Grobe hinter euch-und könnt euch hoffentlich auf entspanntere Zeiten ohne Wetterkatastrophen, kaputte Mopeds und unverschämte Lieferanten freuen!!
    Ich wünsch euch viel Spaß zusammen-lasst es euch gut gehen und genießt eure Zeit!!
    Liebe Grüße Assi

  2. Servus Armin, aller Anfang ist schwer…das scheint besonders für Südamerika zu gelten. Lasst Euch nicht unterkriegen und genießt den gemeinsamen Trip.

    Vg

  3. Sehr lesenswerter Reisebericht!
    “Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.” Genau solche erlebte Ereignisse machen eine Reise ja erst aus. Die negativen Dinge und Strapazen geraten in den Hintergrund und die schönen und abenteuerlichen Dinge bleiben in Erinnerung.
    Weiterhin viel Spaß und gute Fahrt.
    Stefan

  4. Unglaublich was Du / nun Ihr erlebt. Und was das alles kostet. Zum Glück ist der Sturz glimpflich verlaufen. Ich habe soetwas in Südtirol ganz anderes miterleben dürfen. Mögen es für Euch die letzten beiden Pannen und der erste und letzte Sturz gewesen sein. Das wünsche ich Euch. Danke für das Update und den wieder sehr lesenswerten Bericht.
    Viele Grüße aus dem Herbstlich nasskalten Dachau Stephan

  5. Wieder mal ein sehr schöner Bericht mit allen Infos gepackt die wirklich interessant sind!!
    Freu mich schon den Nächsten!!
    Weiterhin gute Fahrt und tolle Erlebnisse!!!

  6. Hallo Armin und Marco,
    wieder einmal ein toller und ereignisreicher Bericht über eure erste Zeit miteinander. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und passt auf euch auf.
    Liebe Grüße
    Ingrid

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.