Armin Thalhofer

Ein Jahr unterwegs – ein anderes Leben

(English text below)

Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben nicht frei…und das ausgerechnet in meiner Heimat. In fast keinem der 27 Länder, durch die ich das vergangene Jahr gereist bin, war ich in meiner Freiheit in irgendeiner Weise eingeschränkt. Waren die Grenzübergänge vor allem in manchen Ländern Afrikas noch so kompliziert und zeitraubend, so konnte ich mich danach so gut wie immer völlig frei bewegen. Außer in Ägypten wurde ich in keinem Land bei Kontrollen schikaniert oder gar eskortiert. Polizei oder Militär waren an den unzähligen Checkpoints auf beiden Kontinenten in der Regel freundlich und meist mehr an mir, meinem Motorrad und meiner Reise interessiert, als dass sie genau wissen wollten woher und wohin. Viel öfters musste ich auf die Frage antworten: Warum? Für Menschen, die jeden Tag schauen müssen, wie sie die hungrigen Mäuler ihrer Kinder stopfen, mutet meine Reise, meine Geschichte verständlicherweise seltsam an.

Ein Zwischenfazit nach einem Jahr on Tour, ungefähr die Mitte meiner Reise, hatte ich schon lange in Planung, aber eigentlich unter ganz anderen Umständen…eigentlich…

Start an meinem Elternhaus am 03.04.2019 kurz vor 12 Uhr

Es gibt Ereignisse, die hat man nicht auf dem Schirm. Niemals hätte ich gedacht, dass ich wegen eines fiesen, unsichtbaren Virus meine Riese unterbrechen muss. Im Vorfeld hatte ich ganz wenige ernsthafte Szenarien im Kopf, die zu einem Abbruch führen könnten.

Sollte in der Familie etwas Ernstes vorfallen war für mich klar, dass ich unterbreche, ebenso wenn ich einen schweren Unfall hätte oder ernsthaft krank würde. Nichts von dem ist glücklicherweise eingetreten.

Auch hätte es durchaus sein können, dass ich nach spätestens sechs Wochen wieder daheim bin, wenn ich feststellen musste, ich kann das nicht. Ich kann nicht eine längere Zeit alleine reisen. Ich habe Angst oder einfach nur Heimweh. Auch das ist nicht eingetreten. Ganz im Gegenteil. Ich hatte mich unglaublich schnell an meinen neuen Tagesablauf gewohnt. Reisen wurde zu meinem Alltag und ich genoss diesen wirklich jeden einzelnen Tag.

Vor einem Zeitpunkt hatte ich jedoch „Angst“. Was passiert, wenn die gemeinsame Zeit mit Marco vorbei sein würde. Wollte ich dann alleine weiterreisen? Reichte es dann nicht nach einem Jahr unterwegs? Kommt dann vielleicht Heimweh auf, dem ich nicht wiederstehen kann? Auch das war nicht der Fall. Klar wäre ich gerne weiter mit Sohnemann unterwegs gewesen. Die Trennung tat weh, aber ich war schnell wieder in meinem Alleine-Modus. Ich vermisste vor allem die Gespräche mit ihm, den Austausch über am Tag erlebtes. Ich merkte aber auch, wie ich wieder mehr in Kontakt mit Einheimischen kam, wie sich diese auch mehr bemühten mit mir, trotz meiner immer noch sehr rudimentären Spanischkenntnisse, zu kommunizieren. Ich war auch wieder freier und genoss diesen Umstand durchaus.

Und plötzlich greift ein Virus, ein unsichtbarer Feind, so gut wie alle Länder dieser Erde an. Fast alle Menschen dieser Erde müssen mit teils deutlichen Einschränkungen leben oder überleben gar das Virus nicht. Alles ist unberechenbar geworden und manche Bilder im TV gleichen apokalyptischen Hollywood-Ideen.

So führte Corona auch zum vorläufigen Abbruch meiner Reise. Es war zwar die allerletzte Option, für die ich mich aber letztendlich entscheiden musste. Wie übrigens viele andere Reisende auch. Die letzten Wochen telefonierte oder schrieb ich mit vielen. Auch diejenigen, die kurz nach Grenzschließungen und Ausgangssperren noch das Virus im jeweiligen Land aussitzen wollten, sind nun größtenteils ebenfalls zurück in ihrer Heimat. Zu unberechenbar sind momentan Infektionsverläufe, Ausgangssperren und mögliche Termine für Grenzöffnungen. So sicher ich das Reisen in allen Ländern des letzten Jahres erlebte, so wenig wollte ich in einem dieser auf unbestimmte Zeit feststecken. Die Menschen sind größtenteils sehr arm. Wenn der Obstbauer aufgrund der Ausgangssperren unter Tags seine Früchte nicht am Straßenrand verkaufen kann, dann hat er am Ende des Tages kein Geld um Nudeln, Reis, Mais, Milch oder Wasser zu kaufen, um seine Familie zu ernähren. Eine soziale Absicherung von Seiten des Staates gibt es in den meisten Ländern kaum. In der Regel bildet die Familie die soziale Absicherung, was aber nun nicht mehr, bzw. nur sehr eingeschränkt funktioniert, da alle gleichermaßen betroffen sind. Die Menschen haben dann schlichtweg nichts mehr und die Folgen sind nicht absehbar. Deswegen habe ich mich schweren Herzens für die Heimreise mit einem der letzten Flüge aus Kolumbien entschieden. 

mit Andy auf dem Flug von Bogota nach Paris
gespenstisch leerer Flughafen CDG in Paris

Und ja, auch ich fühle mich nun eingeschränkt, habe hier in der Heimat nicht die Freiheit, die ich gewohnt war. Wem geht das gerade nicht so? Aber wir sollten uns darüber im klaren sein, dass es uns, auch mit den momentanen Einschränkungen, deutlich besser geht, als vielen anderen Menschen zu Lebzeiten auf diesem Planeten! Wir genießen in erster Line die Gnade der Geburt! Dessen sollten wir uns, vor allem unter den jetzigen Umständen, viel mehr bewusst sein!

Doch bis zu meiner Heimreise hatte ich eine geile Zeit. Ein Jahr vollgepackt mit unglaublich vielen ergreifenden Momenten, beeindruckenden Menschen und faszinierenden Landschaften.

358 Tage war ich unterwegs und bin in dieser Zeit durch 27 Länder auf 4 Kontinenten gereist. Bis auf Österreich und Italien waren alle anderen für mich Neuland. Nur in Griechenland und den Vereinigten Arabischen Emiraten war meine Dicke nicht mit an Land. Piräus besichtigte ich mit Francois bei einem eintägigen Landgang während die Fähre Be-/Entladen wurde und in Dubai hatte ich einen zweitägigen Aufenthalt auf dem Weg von Kapstadt nach Buenos Aires.

23 unbekannte Länder auf meinem Motorrad, die mich immer wieder auf unterschiedlichste Art überrascht, fasziniert und beeindruckt haben. Waren es im einen Land Begegnungen mit Menschen, im anderen faszinierende Landschaften, versetzte mich im nächsten Land die Tierwelt in Erstaunen. Nicht selten war es ein Mix von alledem. Von jedem Land hat sich mindestens ein Highlight in mein Gedächtnis eingebrannt, ohne dass ich groß darüber nachdenken oder Fotos hervorkramen muss.

Als ich von Italien aus in See stach und fünf Tage später mit Israel im Nahen Osten und somit in Vorderasien ankam, spürte ich förmlich das große Abenteuer, in das ich nun eingetaucht bin. Die ersten Eindrücke waren jedoch äußerst befremdlich. Unser Schiff wurde bereits  beim Anlegen von bewaffneten Militärs abgesichert, ich musste mich auf dem Schiff einem Einzelverhör unterziehen, mir wurden Pass und Mopedschlüssel abgenommen und ich konnte erst am nächsten Tag nach rund neun Stunden Zollprozedur den Hafen in Richtung Tel Aviv verlassen. Der erste Eindruck war wahrlich nicht der angenehmste, für mich erschienen die Israelis paranoid.

Als ich dann aber auf Shmil und seinen Freund Helio traf, wurde mir zum ersten Mal auf meiner Reise bewusst, wie sehr sich doch der Eindruck von einem Land, geprägt vom Umgang mit Polizei und Behörden, von den Menschen vor Ort unterscheiden kann. Ich erfuhr Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft von Menschen, die mir bis dato unbekannt waren. Die beiden, mit denen ich übrigens bis heute in regelmäßigen Kontakt stehe, nahmen sich Zeit, mir einen besseren Eindruck von ihrem Land zu vermitteln. Sie sind mit dafür verantwortlich, dass mir Israel positiv im Gedächtnis blieb. 

mit Helio (links) und Shmil kurz vor dem Toten Meer auf See-Level, bevor es noch mehr als 400 Höhenmeter runter geht
Altstadt von Jerusalem
Kloster St Georg (Nähe Jerusalem)

Im Gegensatz zu Ägypten. Hielt ich die Israelis bei meiner Einreise für paranoid, das offizielle Ägypten war es definitiv. 15 Stunden Zoll-Schikane wegen eines zusätzlichen Stempels auf ein international anerkanntes Dokument, ständige Checkpoints mit teils extrem unfreundlichen Polizisten/Militärs und oftmals sehr aufdringliche Menschen. Trotz wunderbarer Wüstenlandschaften und beeindruckender Bauten und ja, auch freundlichen Menschen, behalte ich diesen Polizei- und Militärstaat in Summe leider als negatives Highlight in Erinnerung – dem einzigen übrigens auf der ganzen Reise.

White Desert, Zentral-Ägypten

Gänzlich anders waren die beiden Länder, die ich vor und nach Ägypten bereiste. Jordanien und Sudan. In beiden Ländern überraschten mich unglaublich freundliche, hilfsbereite und interessierte Menschen. Immer wieder wurde mir mit einem Daumen hoch Respekt gezollt, bei Pausen als erstes gefragt ob ich Hilfe benötige um dann das darauffolgende Gespräch mit einem „Welcome to Jordan/Sudan“ zu beenden. Ich war zu tiefst beeindruckt von der Gastfreundschaft der Menschen. Trotz der sichtbaren Armut war es oft selbstverständlich, dass mich Fremde zu Kaffee oder Tee einluden. Die beiden Hirtenjungen in Jordanien und Zinap mit ihrer Familie im Sudan haben sich besonders in mein Gedächtnis eingebrannt. Mit der Reparatur von Mohamed’s Fahrrads konnten wir uns wenigstens ein wenig für die Gastfreundschaft erkenntlich zeigen. 

Hirtenjungen in Jordanien
Zinap und Geschwister, Sudan
Rico mit sudanesischen Kindern kurz vor der Grenze zu Äthiopien

Äthiopien war für mich wie eine Insel in Afrika. Erträgliche Temperaturen, grüne Landschaften und rote Erde waren eine Wohltat nach mehr als fünf Wochen in Wüstengebieten. Ich traf auf eine ganz andere Kultur, mit eigener Schrift, eigenen Zeichen und einem anderen Kalender, der unserem knapp acht Jahre hinten dran ist. Und auf Menschen, die vom Aussehen und Verhalten komplett anders waren. Das Land ist extrem dicht besiedelt und einen für uns gewohnten Respektabstand kennen die Menschen dort nicht. Dies alles gepaart mit einer traditionellen, hervorragenden Kaffeekultur sind Gedanken, die ich spontan mit Äthiopien verbinde.

Eingeladen auf einem Familienfest Nähe Gondar, Äthiopien
traditionelle Kaffeezubereitung
grünes Äthiopien

Mit Kenia tauchte ich in Schwarzafrika mit seiner faszinierenden Tierwelt ein. Bereits nach wenigen Kilometern sah ich wilde Tiere, die ich vorher nur aus dem Zoo kannte. Vor allem hier und in Uganda sah ich aus geringer Entfernung beinahe täglich kolossale Elefanten, sich elegant bewegende Giraffen, furchteinflößende Wasserbüffelherden und leichtfüßige Springböcke, Kudus und dergleichen. Nie werde ich den Moment vergessen, als eines Nachts ein gewaltiges Flusspferd wenige Meter neben meinem Zelt graste.

Wasserbüffel Herde nachts am Wasserloch im Tsavo-Nationalpark, Kenia
Giraffen und…
…Elefanten aus nächster Nähe im Murchison Falls Nationalpark, Uganda
und immer wieder endlos lange und teils extrem staubige Pisten

Das dicht besiedelte Ruanda empfand ich als die Schweiz Afrikas. Rechtsverkehr, Verkehrsregeln die eingehalten werden und nicht nur für afrikanische Verhältnisse sehr sauber. Mit Menschen die interessiert, freundlich, aber eher reserviert sind in diesem hügeligen grünen Land, in dem jeder Quadratmeter für Landwirtschaft oder Wohnen genutzt wird.

„Karibu Tanzania“ stand an der Grenze geschrieben…Willkommen in Tansania. Bald darauf sah ich auf einem Schild den Hinweis „Polepole“, was so viel wie „langsam“ bedeutet. Polepole zog sich durch alle Bereiche des Lebens und auf Sansibar wurde mir erklärt, dass hier alles polepole polepole von statten geht…also nochmals deutlich gemütlicher. Der Kilimandscharo blieb mir ebenso in Erinnerung, wie der Abend in Arusha mit den beiden Bergführern Dennis und Henry und die schönsten Sonnenuntergänge auf Sansibar, zu deren Plätzen mich Sheba führte.

Dennis (links) und Henry, Berführer am Kilimanscharo
der meist wolkenverhangene 5.895 m höchste Berg Afrikas
Sonnenuntergang auf Sansibar

Entlang des riesigen Lake Malawi bin ich zu Virginia und Axel nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis gefahren. Ich war dort eingeladen, obwohl ich die beiden vorher persönlich gar nicht kannte. Ich wurde mit allem erdenklichen Komfort und traditioneller Küche verwöhnt. Der leckere Duft des Essens steigt mir heute ebenso noch in die Nase wenn ich daran denke, wie der von (seit meiner Abreise zum ersten Mal) mit Ariel gewaschener Wäsche.

traditionelles Essen bei Virgina und Axel in Lilongwe

Im Süden Sambias, im Okavango Delta in Botswana und in Namibia wurde ich mit den Auswirkungen der langanhaltenden Dürre konfrontiert. Kinder die unter Hunger litten, ganze Hippo-Herden, die in austrocknenden Flussläufen verendetet und Bauern, die Ihre Tiere ins benachbarte Ausland verkaufen mussten, weil zu weniger Wasser verfügbar war, ließ mich sehr nachdenklich werden.

Jessica, die mit mir vom Caprivizipfel über das Okavango Delta nach Windhuk fuhr, gewährte mir einige Tage Unterschlupf bei ihr und arbeitete für mich eine Tour in den Nordwesten Namibias aus, die das Land dann zu meinem afrikanischen Top-Favoriten werden ließ.

mit Jessica in Botsuana
festgefahren im Kaokoaland, der Heimat der Himbas
Himba-Mädchen

Am 169. Tag meiner Reise erreichte ich das Cape Agulhas. Der südlichste Punkt Afrikas war mein erstes großes Etappenziel und der vorläufige Höhepunkt meiner Reise. Shark-Cage-Diving und Whalewatching waren der perfekte Abschluss auf dem „Schwarzen Kontinent“. 

Cape Agulhas, südlichster Punkt Afrikas, an dem sich Indischer Ozean und Atlantik umarmen

Afrika ist faszinierend. Sowohl Landschaften wie auch Tierwelt und  insbesondere die Menschen dort haben mich gefesselt. Daher habe ich mich mit einem „Auf Wiedersehen Afrika“ verabschiedet, als ich nach Südamerika flog, um mich dort in Buenos Aires mit meinem Sohn zu treffen. Es sollte die beste Zeit meines Lebens werden…doch dazu später mehr…

For the first time in my life, I didn’t feel free…in my homeland of all places. In almost none of the 27 countries through which I have travelled in the past year was my freedom restricted in any way. While the border crossings, especially in some African countries, were still so complicated and time-consuming, I was able to move completely free afterwards. Except in Egypt, I was not harassed or even escorted during controls in any country. Police or military were usually friendly at the countless checkpoints on both continents and usually more interested in me, my motorbike and my trip than they wanted to know exactly where from and where to. Much more often I had to answer the question: Why? For people who have to figure out every day anew how to stuff the hungry mouths of their children, my journey, my story seems strange in an understandable way.

An interim conclusion after a year on tour, about the middle of my journey, I had been planning for a long time, but actually under completely different circumstances…actually…

There are events that are not on the screen. I would have never thought that I had to interrupt my trip because of a nasty, invisible virus. In the run-up I had very few serious scenarios in my head that could lead to an abort.

Should something serious happen in the family, it was clear to me that I would interrupt, just as if I had a serious accident or became seriously ill. Fortunately, none of this happened.

It could also have been that I would be back home after six weeks at the latest if I found out that I could not do it. I cannot travel alone for a long time. I am afraid or just homesick. That did not happen either. On the contrary. I got used to my new daily routine incredibly quickly. Traveling became my everyday life and I really enjoyed it every single day.

However, I was “afraid” of one point in time. What would happen if the time with Marco would be over? Would I want to continue travelling alone then? Wasn’t it enough then after one year on the road? Would then perhaps homesickness arise that I could not resist? That was not the case either. Sure, I would have liked to continue on the road with my son. The separation hurt, but I was quickly back in my alone mode. What I missed most of all were the conversations with him, the exchange about things experienced during the day. But I also noticed how I got in touch with the locals again, how they tried harder to communicate with me, despite my still very rudimentary Spanish knowledge. I was also freer again and I really enjoyed this circumstance.

And suddenly a virus, an invisible enemy, attacked almost all countries of the world. Nearly all people of this earth have to live with partly clear restrictions or even do not survive the virus. Everything has become unpredictable and some pictures on TV resembled apocalyptic Hollywood ideas.

Thus, Corona also led to the temporary interruption of my journey. It was the very last option, but I had to decide in the end. Like many other travellers, by the way. The last weeks I talked or wrote with many. Even those who wanted to sit out the virus in their country shortly after the border closures and curfews are now mostly back home. Now, the course of infection, curfews and possible dates for border openings are too unpredictable. As safe as I experienced travelling in all countries last year, I did not want to be stuck in one of them indefinitely. The people are mostly very poor. If the fruit farmer cannot sell his fruit by the roadside during the day because of the curfews, then at the end of the day he has no money to buy pasta, rice, corn, meat or water to feed his family. In most countries there is hardly any social security from the state. Usually the family forms the social security, but this does not work anymore or only very limited, because all are equally affected. The people then simply have nothing, and the consequences are not foreseeable. Therefore, I decided with a heavy heart to return home with one of the last flights from Colombia.

And yes, I also feel restricted now, I do not have the freedom I was used to here at home. Who doesn’t feel that way right now? But we should be aware of the fact that even with the current restrictions, we are doing much better than many other people during their lifetime on this planet! We here have first and foremost the grace of birth! We should be much more aware of this, especially under the current circumstances!

But until in go home I had a great time. A year packed with unbelievable many touching moments, impressive people and fascinating landscapes.

I was on the road for 358 days and during this time I travelled through 27 countries on 4 continents. Except for Austria and Italy, all others were new territory for me. Only in Greece and the United Arab Emirates my fatty was not on land. Piraeus I visited with Francois during a one day shore leave while the ferry was loaded/unloaded and in Dubai I had a two day stop over on the way from Cape Town to Buenos Aires.

23 unknown countries on my motorcycle that have surprised, fascinated and impressed me again and again in the most different ways. In one country I met people, in another country fascinating landscapes, in the next country the animal world amazed me. Not seldom it was a mixture of all of these. At least one highlight of each country has burned itself into my memory without me having to think about it or dig out photos.

When I set sail from Italy and arrived five days later with Israel in the Middle East and thus in the Near East, I literally felt the great adventure I was now immersed in. But the first impressions were very strange. Our ship was already secured by armed military when we docked, I had to undergo individual interrogation on the ship, my passport and motorbike keys were taken from me and I could only leave the port for Tel Aviv the next day after about nine hours of customs procedure. The first impression was certainly not the most pleasant, for me the Israelis seemed paranoid.

But when I met Shmil and his friend Helio, I realized for the first time on my trip how much the impression of a country, characterized by dealing with police and authorities, can differ from the local people. I experienced kindness, helpfulness and hospitality from people who were unknown to me until then. The two of them, with whom I am still in regular contact today, took the time to give me a better impression of their country. They are also responsible for the fact that Israel remained positively in my memory. 

In contrast to Egypt. I thought the Israelis were paranoid when I entered the country, the official Egypt definitely was. 15 hours of customs harassment because of an additional stamp on an internationally recognized document, constant checkpoints with sometimes extremely unfriendly police/military and often very pushy people. Despite wonderful desert landscapes and impressive buildings and yes, also friendly people, I unfortunately keep this police and military state as a negative highlight in my memory – the only one on the whole trip.

Completely different were the two countries I travelled before and after Egypt. Jordan and Sudan. In both countries I was surprised by the incredibly friendly, helpful and interested people. Again and again I was respected with a thumbs up, during breaks I was first asked if I needed help and then the following conversation ended with a “Welcome to Jordan/Sudan”. I was deeply impressed by the hospitality of the people. Despite the visible poverty it was often a matter of course to be invited by strangers for coffee or tea. The two shepherd boys in Jordan and Zinap with their family in Sudan are particularly etched in my memory. With the repair of Mohamed’s bicycle, we were able to show at least a little gratitude for their hospitality. 

Ethiopia was like an island in Africa for me. Tolerable temperatures, green landscapes and red earth were a relief after more than five weeks in desert areas. I encountered a completely different culture, with its own writing, its own signs and a different calendar, which is almost eight years behind ours. And to people who were completely different in appearance and behaviour. The country is extremely densely populated and the people there do not have a respectful distance we are used to. All this, coupled with a traditional, outstanding coffee culture, are thoughts that I spontaneously associate with Ethiopia.

In Kenya I immersed myself in black Africa with its fascinating animal world. After only a few kilometres I saw wild animals that I had previously only known from the zoo. Especially here and in Uganda, I saw colossal elephants, elegantly moving giraffes, fearsome herds of water buffalo and light-footed springboks, kudus and the like almost daily from a short distance. I will never forget the moment when one night a huge hippopotamus grazed a few meters from my tent.

I felt that densely populated Rwanda was the Switzerland of Africa. Right-hand traffic, traffic rules that are obeyed and extremely clean, not only by African standards. With people who are interested, friendly, but rather reserved in this hilly green country, where every square meter is used for agriculture or living.

“Karibu Tanzania” was written on the border… Welcome to Tanzania. Soon after I saw a sign saying “Polepole”, which means “slow”. Polepole went through all areas of life and on Zanzibar it was explained to me that here everything goes polepole polepole…so again much more comfortable. The Kilimanjaro remained in my memory as well as the evening in Arusha with the two mountain guides Dennis and Henry and the most beautiful sunsets on Zanzibar, to whose places Sheba led me.

Along the huge Lake Malawi, I went to Virginia and Axel to Lilongwe, the capital of Malawi. I was invited there although I did not know them personally before. I was spoiled with all imaginable comfort and traditional food. The delicious scent of the food still fills my nose, as does the smell of (since my departure for the first time) laundry washed with Ariel when I think of it.

In the south of Zambia, in the Okavango Delta in Botswana and in Namibia I was confronted with the effects of the long-lasting drought. Children in Zambia suffering from hunger, whole herds of hippos dying in drying rivers and farmers who had to sell their animals to neighbouring countries because there was too little water available made me very thoughtful.

Jessica, who road with me from the Caprivi Strip via the Okavango Delta to Windhoek, gave me a few days shelter and worked out a tour for me to the northwest of Namibia, which made the country my top African favourite.

On the 169th day of my journey I reached Cape Agulhas. The southernmost point of Africa was my first big stage destination and the highlight of my trip for the time being. Shark Cage Diving and Whale Watching were the perfect ending on the “Black Continent”. Africa is fascinating. The landscapes as well as the animal world and especially the people there have captivated me. Therefore I said goodbye Africa with a “Goodbye Africa, we will meet again!” when I flew to South America to meet my son in Buenos Aires. It should be the best time of my life…but more about that later…

5 Kommentare

  1. Hey, Armin, great write-up!

    You finally did a complete summary of all the trip until now, and it was a very interesting read. Gives us the will to do the same!

    I am happy that Shmil and me managed to give you a good impression of Israel, it is definitely a very good country to live in and to visit. But yes, you are right, unfortunately the neighborhood it is in creates a situation in which border control must be strict.

    I hope that soon this Corona crisis will be over, you will be back to your Moped in LatAm, and we will be back reading your reports directly from the field. Keep safe, my friend, just a little more, and we will all be free again.

  2. Hallo Armin, wie recht du doch hast. Wir Deutschen jammern auf sehr hohem Niveau. Eigentlich sollten wir öfter über den Tellerrand, bzw. in diesem Fall über die Grenzen, schauen, damit wir erkennen, wie gut es uns geht.
    Bleib gesund!
    VG
    Herbert

  3. Servus Armin,
    vielen Dank wieder mal für deine Eindrücke.
    Das liest man immer wieder bei Motorrad- Weltreisenden….. von den Vorurteilen die man so im Laufe der Zeit im Hinterkopf ablegt…. und dann tatsächlich ganz andere….. viel positivere Erfahrungen macht als ursprünglich gedacht oder befürchtet.
    Und dann auch die Erkenntnis.
    Wir… die in Deutschland aufwachsen und leben dürfen…. wir sind schon sehr verwöhnt. So gut wie jeder von uns hat die Grundbedürfnisse vollends befriedigt. Unser soziales Netz… die ärztliche Versorgung… alles auf Top- Niveau. Und dann reist man durch Länder…. wo sowas ganz und gar nicht…. eher das Gegenteil der Fall ist. Wo der tägliche „Kampf“ um‘s Überleben die Tagesordnung ist. Eher wie Ausserirdische aus einer wahrlich anderen Welt kommt man denen wohl vor.
    Ich freu mich auf deinen nächsten Bericht.
    schönen Gruß
    Ritsch

  4. Ist immer interessant von Dir zu lesen. Toller Bericht. Wünschen Dir eine gute Zeit. Es wird noch eine lange Zeit sein. Unsere Fahrradtouren können auch nicht starten☹️Hoffen immer noch. Liebi Grüessli vo eus beide

  5. Hi Armin,
    wie immer, sehr schoen geschrieben! In Lima, heute Tag 58 der erneut verlaengerten Quarantaene. Warten auch sehenslicht auf einem Ende der Corona Krise zu.
    Ein Tag mehr, ist ein Tag weniger.
    Liebe Gruesse, Dina

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